ARMSCHMERZEN
Finden Sie Ihre Schmerzdiagnose selbst
Der
Arm wird
sensibel (= die Empfindung betreffend)
und motorisch (= die Muskeltätigkeit
betreffend) aus dem sog. Pl exus brachial is versorgt.
Die Tatsache, daß der A rm im Unterschied zum
Bein praktisch nur von einem
Nervengeflecht innerviert wird, vereinfacht eine Therapie chronischer Armschmerzen.
Armschmerzen werden manchmal (meist fälschlicherweise) auch als "Armneuralgie" bezeichnet. Mögliche Ursachen sind:
1. Bei der sog. Brachialgia paraesthetica nocturna bestehen schmerzhafte Mißempfindungen, besonders während der Nachtruhe, wahrscheinlich hervorgerufen durch vegetativ-vasomotorische (= Gefäße und Muskel betreffende) Dysregulation, meist als Folge einer Fehllagerung („Parkbanksyndrom"). Je nach Ausmaß oder Häufigkeit der Irritation oder Störung können sich durchaus längerfristige, chronische Armsch merzen einstellen. Therapiemöglichkeiten siehe unten.
2. Die
Neuritis
des
Pl
exus brachial
is (neuralgische
Schulteramyotrophie)
(= En
tzündung des Armnervengeflechts)
soll allergisch entzündlicher Ursache sein (Thoden 1987). Die
Armsch
merzen
setzen plötzlich ein und imponieren als akute
Zervikobrachialgie
(=
Nacken-Schulter-Arm-Syndrom).
Nach mehreren Tagen treten Lähmungen von
Schulter- und
Arm
muskeln auf,
Sensibilitätsstörungen (=
Gefühlsstörungen) kommen höchstens in
20-30 % vor. Die Prognose (=
Vorhersage, der Verlauf) ist günstig,
die motorischen Ausfälle (= Lähmungen)
bilden sich von selbst langsam (über Monate) zurück.
Zur Therapie werden
Antiphlogistika (z.B. Phenylbutazon, Salicylate)
(= entzündungshemmende Mittel)
bzw. nichtsteroidale Antirheumatika ((z.B. Diclofenac, Indometazin)
eingesetzt (besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind die sog.
COX-2
Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®)
oder Etoricoxib (Arcoxia®),
allerdings scheint bei dieser Wirkstoffgruppe das Herzinfarkt- und
Schlaganfallrisiko erhöht zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer)),
oder interskalenäre
Plexusblockaden
(=
Betäubungen des Armnervengeflechts im seitlichen Halsbereich)
durchgeführt. Im akuten Stadium ist das Mittel der Wahl Cortison
(z.B. 60 mg Prednisolon/Tag, dann über 2 Wochen rasch absteigend dosieren).
3. Die echte (idiopathische) Plexusneuralgie (= schmerzhaftes Armnervengeflecht) mit attackenförmigem Schmerzcharakter ist ein sehr seltenes Krankheitsbild. Die Therapie erfolgt primär medikamentös. Das Mittel der Wahl ist Carbamazepin (= ein Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei diesen Schmerzen wirksam). Gabapentin (z.B. Neurontin®) oder Pregabalin (Lyrica®) wirken oft besser, sind aber deutlich teurer. Bei Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen in höherer Dosierung kann Carbamazepin oder auch Gabapentin bzw. Pregabalin mit Baclofen (= ein im Gehirn / Rückenmark wirkendes Mittel zur Muskelentspannung) kombiniert werden.
4. Schulter-Hand-Syndrom.
Nicht selten
gehen (chronische)
Armsch
merzen von einzelnen
Gelenken in der
Schulter
-
Arm-Region aus und
strahlen dann in den gesamten Bereich aus, so daß es schwierig werden kann, den
primären Schmerzherd überhaupt zu finden (Debrunner 1988).
Typischerweise bestehen
Ruheschmerzen mit Schmerzverstärkung bei Belastung. Manchmal treten
vegetative Begleitsymptome wie Kälte, Zyanose
(= bläuliche Verfärbung)
oder Schwitzen auf, so daß die Unterscheidung von einem
Morbus
Sudeck (auch als
Sudeck Krankheit,
Sudecksche Dystrophie,
CRPS TYP I,
komplexes regionales
Schmerzsyndrom Typ I oder
Algodystrophie bezeichnet) (= eine spezielle schmerzhafte
Organstörung, auch als
komplexes regionales
Schmerzsyndrom bezeichnet) schwer fällt,
besonders wenn Gewebsatrophien (=
Gewebeschwund)
vorhanden sind.
Therapeutisch ist in der akuten Phase die Gabe von
nichtsteroidalen Antirheumatika (z.B. Naproxen) hilfreich. Vor allem beim
Vorliegen von vegetativen Begleiterscheinungen (z.B. Kälte, bläuliche
Verfärbung, Schweißbildung) hat sich im Rahmen der
therapeutischen
Lokalanästhesie
die wiederholte Plexusblockade
(= Betäubungen des Armnervengeflechts)
sehr bewährt. Zur Förderung der Durchblutung ist auch eine oberflächliche
Kältebehandlung mittels Kaltluftgenerator empfehlenswert.
Physiotherapeutische
Methoden (= Krankengymnastik und
Anwendungen) runden das
Behandlungskonzept bei
diesen Armsch
merzen ab.
5. Engpaßsyndrome:
Das
Skalenussyndrom, ein sog.
Kompressionssyndrom, entsteht
durch Kompression der Nervenstränge aus den Wurzeln C8-Th1 im Bereich der Skalenuslücke
(= Lücke zwischen
zwei
Mus
keln
im seitlichen Halsbereich)
, hauptsächlich durch eine Halsrippe,
aber auch durch Bindegewebsstränge oder höhergradige
Muskel
verspannungen.
Die
Beschwerden treten deutlich belastungsabhängig auf, insbesondere bei
Zugbelastung (Tragen von Koffern, Taschen usw.). Die dominierenden
Schmerzlokalisationen sind ellenseitiger
Unterarm und
Hand. Im fortgeschrittenen
Stadium mit
Nervenläsionen
(=
Nervenstörungen,
Nervenschädigungen)
treten Lähmungen der kleinen
Hand
muskeln
auf. Durch zusätzliche Verengung der A. subclavia
(= Schlagader unter dem
Schlüsselbein) in der Skalenuslücke
können Mikroembolien (= kleinste
Blutgerinnsel) entstehen, die feine
Finger
gefäße verschließen und eine vaskuläre Symptomatik
(= Krankheitszeichen bei Blutgefäßschädigung)
hervorrufen (Ostheim 1976).
Zur Therapie empfiehlt sich bei stark
verspannter Skalenusmuskulatur die wiederholte Infiltration mit einem
lang wirkenden örtlichen
Betäubungsmittel, die Vermeidung von schmerzauslösenden
oder verstärkenden Belastungen, in hartnäckigen Fällen, insbesondere bei
Auftreten eines neurologischen Defizits
(= gestörte Nervenfunktion), eine
Operation.
Der
Pl
exus brachialis (= das
Armnervengeflecht) kann auch zwischen
Schlüsselbein und 1. Rippe komprimiert
(= eingedrückt)
werden. Besonders bei Rückführung der
Schulter
unter Zug, wie beim Tragen eines
Rucksackes, treten ausstrahlende
Schmerzen auf.
Die
Therapie dieser
Armsch
merzen
besteht in
der Vermeidung von typischen Belastungen. Nur in seltenen Fällen wird man sich
zur operativen Entfernung der 1. Rippe entschließen.
Der Vollständigkeit halber
sei noch das sog. Hyperabduktionssyndrom erwähnt. Die
Armsch
merzen
treten bei Tätigkeiten auf, die über Scheitelhöhe ausgeübt werden (z.B. Arbeiten
an der Zimmerdecke). Die Ursache ist eine
Nervenkompression
des Armplexus zwischen
Korakoid (= „Rabenschnabelfortsatz" am
oberen Schulterblattrand) und M.
pectoralis minor (= kleiner
Brustmuskel), nahe dem Ansatz.
Therapeutisch können Infiltrationen mit einem örtlichen Betäubungsmittel
unternommen werden.
6. Vertebrageninduzierte (= von der
Halswir
belsäule ausgehende)
Armschmerzen
kommen am häufigsten
vor. Sie treten im Rahmen eines unteren
Zervikalsyndrom
s auf (auch als
Zervikobrachialgie,
Schulter-Arm-Syndrom oder
Nacken-Schulter-Arm-Syndrom bezeichnet).
Da
die Wurzeln C6-8 und Th1 betroffen sind, können Beschwerden bis in den
Klein
finger ausstrahlen. Richtungsweisende
Schmerzen im
Nackencken - oder
Schulterbereich müssen nicht zwingend vorhanden sein.
Streng genommen geht ein
Zervikobrachialsyndrom mit
einer
radikulären Symptomatik (= Krankheitszeichen infolge einer
Nervenschädigung)
einher (Debrunner 1988).
Die
pseudoradikuläre
Ausstrahlung (= Schmerzausstrahlung infolge
scheinbarer
Nervenschädigungen)
7. Relativ häufig treten starke
Armsch
merzen nach
radikaler
Mastektomie
((= operative Entfernung der
weiblichen
Brus
t (Mammaamputation) mit Ausräumung der Achselhöhle)) auf,
bedingt durch Plexus- bzw.
Nervenkompressionen infolge einer Lymphabflußstörung. Der
Arm ist
dabei unübersehbar stark ödematös aufgequollen.
Bei
Lymphstau bzw. zur Förderung des Lymphabflusses
wird der
A
rm mittels einer
Hand
schlinge an einem Gestell (Bettgalgen,
Infusionsständer) mehrere Tage permanent über die Horizontale angehoben. Zur
Unterstützung der abschwellenden Maßnahmen dient die Gabe eines milden
Diuretikums (= harntreibendes Mittel)
sowie regelmäßige manuelle Lymphdrainage.
Zusätzlich können interskalenäre
Blockaden
(= Betäubungen
im seitlichen, unteren Halsbereich)
des
Pl
exus brachial
is durchgeführt werden. Nach Teilabschwellung
gelingt dann häufig auch die Implantation eines
axillären
Plexuskatheters, der
für weitere 10-14 Tage regelmäßig mehrmals täglich mit 10-15 ml Bupivacain
bedient wird (siehe unten). Mit den genannten Therapiemaßnahmen kann in fast
allen Fällen eine zufriedenstellende Schmerzsituation herbeigeführt werden.
8. Chronische
Armsch
merzen
nach Bestrahlung
(Plexusneuritis).
Heftige Plexusschmerzen mit neurologischen Defiziten
(= Zeichen einer
Nervenstörung,
Nervenschädigung) können auch Folge einer
Röntgenbestrahlung der supraklavikulären
(= oberhalb des Schlüsselbeins)
oder Achselhöhlenregion bei
Brust
krebs
sein.
In der Regel ist das subkutane
Gewebe derb fibrosiert (Strahlenfibrose)
(= Verhärtung des Hautuntergewebes).
Hinzu kann eine Lymphschwellung des
Arme
s treten. Bei fehlender oder gering
ausgeprägter Fibrosierung muß eine
Plexuskarzinomatose
(= Durchsetzung des Armnervengeflechts mit
Tochtergeschwülsten) in Betracht
gezogen werden.
Die Behandlung ist sehr schwierig. Bei strahlenbedingten
krankhaften Hautveränderungen ist das Entzündungsrisiko bei Durchführung von
Nervenblockade
n stark erhöht. Peripher wirkende
Analgetika
(=
Schmerzmittel die überwiegend nur im Schmerzbereich wirken)
sind meist ungenügend wirksam.
Nach Thoden (1987) bleiben nur die
epidurale (= rückenmarknahe)
elektrische Rückenmarksreizung oder die hochzervikale Chordotomie
(= operative Durchtrennung der Schmerzbahn im
oberen Rückenmark).
9. Epicondylitis radialis humeri.
Bei
dieser relativ häufigen Erkrankung klagen die Patienten über Schmerzen im
Bereich des Epicondylus radial
is
humer
i (= über dem
Ellenbogen
außen),
die sich bei Faustschluß und kräftiger Dorsalextension
(= Beugung in Richtung
Hand
rücken) im
Handgelenk
verstärken.
Nicht selten strahlen die Schmerzen in
Unterarm
und/oder
Oberarm
aus, so daß dann der ganze
A
rm schmerzt. Regelmäßig besteht ein
deutlicher Druckschmerz im Bereich des
ellbogen
nahen
äußeren Unterarmes.
Die
Ursache des chronischen Entzündungszustandes im Bereich der
Sehnen
ansätze
am Epicondylus
lateral
is humer
i ist nicht geklärt; vieles spricht für eine
mechanische Auslösung
(Tennisarm,
Tennisellenbogen).
Therapeutisch kann ein Versuch mit Infiltrationen mit einem örtlichen
Betäubungsmittel, auch mit Kortikoidzusatz, unternommen werden. Dabei muß
allerdings ein Kontakt der Kanülenspitze mit der
Knochenhaut
unbedingt vermieden
werden, da damit häufig heftigste, anhaltende Schmerzreaktionen ausgelöst werden
können.
Nicht selten hilft nur eine längerfristige
kontinuierliche
Pl
exus brachial
is-Blockade
mit Katheter (siehe unten).
Auch eine Behandlung mit
Röntgenstrahlen kann schmerzlindernd sein (Thomalske 1991). Manchmal ist
auch eine deutliche Besserung durch die Iontophorese
(= Einbringung eines Arzneimittels durch die Haut
mit Hilfe von Gleichstrom) (z.B. mit
Diclofenac) zu erzielen.
Die Behandlungsmaßnahmen eignen sich in gleicher Weise
für die seltenere
Epikondylitis ulnaris humeri (Golferarm
oder
Golferellenbogen)
(=
Ellenbogenschmerzen an der Innenseite).
10. Zu erwähnen wäre noch das Karpaltunnel-Syndrom, das manchmal auch in den ganzen A rm einstrahlen kann.
Der Vollständigkeit halber seien zum Thema Armsch merzen noch Insertionstendopathien infolge Überbeanspruchung des Griffelfortsatzes (Processus styloideus) der Elle (Styloiditis ulnae) bzw. Speiche (Styloiditis radii) aufzuführen, da auch diese Schmerzen in den ganzen Ar m einstrahlen können.
Medikamentöse
Schmerztherapie:
Akut und subakut können bei
Armsch merzen zunächst (vorwiegend)
peripher wirkende Analgetika
(=
Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken)
eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale Antirheumatika (=
Rheumamittel),
aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende wie z.B. Mobec®).
Besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind die sog. COX-2
Inhibitoren, z.B. Parecoxib
(Dynastat®)
oder Etoricoxib (Arcoxia®),
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden
zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib
und
Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere
Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Bei stärkeren
schmerzhaften Muskelverspannungen können darüber hinaus auch Muskelrelaxanzien
(= Mittel zur Muskelentspannung) (z.B.
Norflex®, Mydocalm®) verordnet werden.
Manchmal sind aber
Armsch merzen nur
mit zentralwirkenden Analgetika (z.B. Tramadol, Valoron N®)
(= im Gehirn bzw. Rückenmark wirkende
Schmerzmittel) beherrschbar.
Grundsätzlich sollte aber auch bei
Armsch merzen eine längerfristige
Schmerzmittelverordnung wegen der Gefahr der Gewöhnung oder gar
Abhängigkeit
vermieden werden. Die Kombination mit schmerzdistanzierenden
Antidepressiva
(= Mittel gegen Depression, u.a. aber auch
bei chronischen Schmerzen wirksam) (z.B.
Doxepin, Maprotilin) hilft in vielen Fällen Schmerzmittel einzusparen.
Bei einer entzündlichen Schmerzursache sind wiederholte, lokale
Cortison-Injektionen hilfreich.
Gegen eher neuralgiforme (= anfallsartige) Armsch merzen wirken am besten sog. Antiepileptika (= eigentlich Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei Armschmerzen hilfreich). Als erste Wahl gelten heute Gabapentin (z.B. Neurontin®) oder Pregabalin (Lyrica®), als 2. Wahl Carbamazepin (z.B. Tegretal®).
Therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel)
bei Armschmerzen:
Die besten Therapieergebnisse bei
hartnäckigen
Armschmerzen (chronische), die auf herkömmliche Therapiemaßnahmen kaum
ansprechen, werden mit der Therapeutischen Lokalanästhesie in Form der
kontinuierliche Blockade des Plexus brachialis erzielt, bei Beteiligung von
Schul ter
und Halswir belsäule in der sog. retrograd hohen Variante. Dabei
wird ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) nahe der Achselhöhle in die
Ner venscheide des Armnervengeflechts eingepflanzt und innerhalb derselben noch
weiter nach oben vorgeschoben. Die Einpflanzung erfolgt durch eine
handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten" werden. In
der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der
vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos
nachgespritzt. Während dem Einspritzen und noch kurze Zeit danach wird der Oberar m mit einer Manschette abgestaut, so daß die Betäubungsmittellösung
innerhalb der Ner venscheide nach oben getrieben wird und so auch im
Schulterbereich und bei entsprechender Betäubungsmittelmenge sogar an der
Halswirbelsäule schmerzlindernd wirken kann.
Zur Schmerzbehandlung kann auch die kontinuierliche, interskalenäre
(= zwischen Mus keln
im seitlichen, unteren Halsbereich) Blockade des Pl exus brachialis durchgeführt werden, allerdings ist diese Methode mit einem
etwas größeren Risiko behaftet.
Das örtliche Betäubungsmittel wird
bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei
gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend
krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben.
Dass die
schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus
anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch
die sog. vegetativen Ner ven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche
Durchblutungssteigerung resultiert, die
entzündlichen oder degenerativen
(= abnutzungsbedingten)
Prozessen nachhaltig entgegenwirkt.
Physikalische Therapie:
Auch eine Elektrostimulation kann bei
Armschmerzen (chronische) eine Beschwerdelinderung herbeiführen. Die transkutane
Nervenstimulation mit Niederfrequenzgenerator (TENS) hat den Vorteil,
daß sich die Patienten bei Bedarf selbst behandeln können. Die Elektroden werden
paarig über dem Schmerzbereich aufgeklebt. Durch Veränderung der
Stimulationsfrequenz und der Elektrodengröße kann die Wirkung optimiert werden.
Wir verordnen TENS grundsätzlich nur leihweise für 6 Monate, da erfahrungsgemäß
die Wirkung nach längerer Anwendung nachläßt.
Eine weitere physikalische
Behandlungsmöglichkeit ist die oberflächliche Kältetherapie im
Schmerz
bereich. Wir verwenden einen elektrischen Kaltluftgenerator, dessen
Luftstrom auf ca.-10 bis-15 Grad C abgekühlt ist.
Manche Patienten mit
Armschmerzen empfinden allerdings lokale Wärmeapplikationen (Rotlicht)
als besser wirksam. Warme Bäder können ebenfalls Armschmerzen lindern.
Wichtig ist bei
Arm
schmerz
en eine funktionserhaltende heilgymnastische
Therapie.
Andere Therapiemaßnahmen:
Der
Vollständigkeit halber darf die Akupunktur zur Behandlung chronischer
Armschmerzen nicht unerwähnt bleiben.
Hypnoide
(= bewußtseinsverändernde)
Verfahren wie autogenes Training oder
progressive Relaxation nach Jakobson, ebenso ein
Schmerzbewältigungstraining
sind bei
chronischen Schmerzen im
Rahmen einer psychologischen
Mitbetreuung eine sinnvolle Ergänzung der
Gesamtstrategie.
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Aktualisiert: 15.09.2006 k u
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S
Sacroiliitis,
Sakroiliakalgelenk,
Schambeinschmerzen,
Schaufensterbeine,
Scheuermannsche Erkrankung,
Schienbeinschmerz,
Schläfenkopfschmerzen,
Schläfenschmerz,
Schmerzbehandlungen,
Schmerzen im
Abdomen,
Schmerzen im Arm,
chronische
Schmerzen in
der Bauchhöhle,
Schmerzen im Bauch,
Schmerzen im Becken,
Schmerzen im Bein,
Schmerzen in den Beinen,
Schmerzen bei
Berührung,
Schmerzen bei
Entzündung,
Schmerzen bei
Berührungen,
Schmerzen bei Bewegung,
Schmerzen bei
Bewegungen, chronische
Schmerzen in der Blase,
Schmerzen im
Brustbein,
Schmerzen im
Brustkorb,
Schmerzen in
der Brust,
Schmerzen der BWS (BWS-Bereich,
BWS-Region),
Schmerzen im Darm,
chronische
Schmerzen in
den Extremitäten,
Schmerzen in den
Fersen,
Schmerzen der
Füße,
Schmerzen in der Flanke
(Flanken), Schmerzen
im Fuß,
Schmerzen in der
Fußsohle,
Schmerzen im Gaumen,
Schmerzen im Gelenk,
Schmerzen im Genick,
Schmerzen im Gesicht,
Schmerzen in den
Gliedern, Schmerzen
in den Gliedmaßen, Schmerzen
in der Harnblase,
Schmerzen im Hoden,
Schmerzen in der Hüfte,
Schmerzen im
Hüftgelenk,
Schmerzen der HWS (HWS-Bereich,
HWS-Region),
Schmerzen im Kiefer,
Schmerzen im Kiefergelenk,
Schmerzen im
Kniegelenk,
Schmerzen im Knochen, Schmerzen
im Kopf (1), Schmerzen
im Kopf (2), Schmerzen
im Knie,
Schmerzen im Kreuz, Schmerzen
im Kreuzbein, Schmerzen
im Leib (Bereich des
Leibes),
Schmerzen in der
Leiste (Leisten), Schmerzen der LWS (LWS-Bereich,
LWS-Region),
Schmerzen in den
Lippen (der Lippe),
Schmerzen im Nacken (www.nacken-schmerzen.de),
Schmerzen an der Nase,
Schmerzen im Oberbauch,
Schmerzen im
Oberkiefer, Schmerzen bei
Osteoporose, Schmerzen im Rachen,
Schmerzen im Rücken (1), Schmerzen im
Rücken (www.ruecken-info.com),
Schmerzen in der
Schulter,
Schmerzen in der
Scheide,
Schmerzen im Schultergelenk, Schmerzen am
Steiß,
Schmerzen im Thorax, Schmerzen im
Steißbein, chronische
Schmerzen im
Unterbauch,
Schmerzen im
Unterarm,
Schmerzen im Unterleib,
Schmerzen in den Waden,
Schmerzen der Wirbelsäule,
Schmerzforum (www.schmerzforum.net),
Schmerzmittelkopfschmerzen,
Steißbeinschmerzen,
Steißschmerzen,
Sternalgie,
Stirnkopfschmerzen,
Stirnschmerz,
Stumpfschmerz (www.stumpfschmerz.de),
Styloiditis,
Symphysenschmerzen,
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Kopfschmerzen, Syndrom der BWS,
Syndrom der HWS,
Syndrom der LWS,
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T
Tarsalgie,
Tendinopathien,
Tendopathie (www.tendopathie.de),
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Tenosynovialitis,
Tennisellbogen (www.tennisellbogen.com),
Thorakodynie,
Tiefenschmerz,
Tinnitus aurium,
Tunnel-Syndrom,
U
Übertragungsschmerz,
Unkarthrose (http://www.unkarthrose.de),
Unterarmschmerzen,
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unruhiges Bein
V
Venenschmerzen,
Venöse
Durchblutungsstörung (www.venoese-durchblutungsstoerung.de),
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Gelenkentzündung,
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Wadenkrampf,
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Z
Zahnschmerzen, Zeckenbiß
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